Milla Barns
Aus dem Sommer hinaus
| Sándor Csoóri |
| Aus dem Sommer hinaus |
| Auch von diesem Sommer bleibt nichts Anderes, |
| nur Erinnerung an barbarisches Ausschweifen |
| am Abend: Hügel zerstampfende Gebärden. |
| Schon bringt der zeitige Zug |
| die Grabhügel und die leuchtenden Trümmer |
| aus der Landschaft: die Fracht deines zerzausten Haars, |
| deine Hüfte, dein Strohlager; |
| unter Bäumen die Schlammschollen von Schaffährten hervor, |
| unsere im Gras vergessenen Bücher, |
| die dunklen Schatten meines drängenden Ichs. |
| Die Samstage, Sonntage. |
| Er trägt die Namen der Blumen |
| ins All, hinauf in die blinde Welt, |
| oder noch weit darüber hinaus, |
| wo erst mancher Planet auskühlt |
| und bis heute weder Sünde noch Wunder blüht. |
| Offen steht die Landesgrenze des Herbstes, angelweit offen. |
| Ein Abschiedsbecher auf den Gipfeln der Berge. |
| Hinter einem Baum bleibe ich stehen, schaue, |
| als ob du zu dem gelben Wald hin laufest. |
Vorheriger TitelNächster TitelDieses Gedicht stammt aus den achtziger Jahren. Csoóri Sándor wurde damals viel gelesen.Milla Barns, Anmerkung zum Gedicht
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.08.2011.
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