Hans Witteborg

Eitelkeit


Gedanken quälen sich aufs Papier
Verwunden, verworren, gestrichen
Unausgewogen dem Kopfe entwichen
Gefühle, die ich nach draußen verlier.

Gedanken erscheinen plötzlich nackt
Hab sie aus ihrer Welt gezogen
Sie nicht genügend abgewogen
So daß mich nun die Panik packt.

Wieviel gab ich ungewollt preis von mir
Was erfahren die Menschen ungebeten
Die aufgescheucht jetzt in mein Leben treten
Durch Zeilen auf elendem Schmierpapier?

Ich kann es zerknüllen und vernichten
Doch Eitelkeit hemmt mir die Hand
Weil ich beim näherem Betrachten fand
Die Nachwelt soll nicht auf mein Werk verzichten!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.11.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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