Annett Reinboth

Sucht


                                               Mein Sohn!            

    Nun bist du dort-
    an diesem Ort.
               
                  Wo ich dich nie wissen wollte !!!

    So manche Träne auch bei mir
    mit so viel Wut rollte.

    Einen Entzug hast du vor dir.
    Wie auch ich vor mir,
    nämlich von dir.

    Lebst nun nicht mehr hier,
    bist einfach weg von mir.
    Hast deine ganze Familie wegen deiner Drogen verlassen.
    Hilf mir dich zu verstehn...
    Hilf mir dabei, dich nicht zu hassen.

    Dich dabei zu verstehen..
    das du lieber lebst,ein solches Leben?

    Alles, alles bin ich bereit dir zu geben,
    was auch immer dir diese Drogen ersetzten,
    denn dann, müßtest du nicht mehr so einsam 
    durch diese Welt hetzten.

    Müßtest dich nicht mehr betäuben,
    könntest bei mir bleiben...
    Wir beide müssten viel weniger leiden.

    Ich will mit dir reden,
    und kann dich nicht erreichen.
    Du stehst vor mir,
    und gibst mir doch kein Zeichen.

    Würde gern mit dir gemeinsam diesen schweren Weg gehn.
    Meine Kraft reicht nicht aus,
    ich kann das alles nicht verstehn.

    Habe Angst, wenn ich sehe in deine leeren Augen,
    die doch einst so fröhlich in diese Welt schauten.
    Selbst wenn du neben mir stehst, bist du soweit weg,
    du hast dich entschieden für diesen Dreck.

    Das alles bist nicht "Du"...
    Ich schreie dich an...
                          
                      Hör mir doch endlich zu!!!

    Die Drogen haben von die Besitz ergriffen.
    Du sagst das ganze Leben ist beschissen.

    Ich flehe dich an ein Sohn
    befreie dich von diesen Dingen.
    Ich bete für dich, das du eines Tages nicht musst-
       
                     mit dem Tode ringen!!!

    Lieber Gott, hilf mir und den Jungen 
    das wir beide wieder zueinander finden werden,
    und das wir uns befreien, von den ganzen Scherben.
    Scherben des Unglücks und vieler böser Worte,
                             die geflossen sind,

                   Lieber Gott, beschütze mein Kind!!!




                                                                                                                   

 

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Buch von Annett Reinboth:

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Wir Kinder aus dem JWH von Annett Reinboth



Mein Buch "Wir Kinder aus dem JWH", erzählt von meinen ersten 18 Lebensjahren. Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Mein Elternhaus war ein kaputtes und krankes dazu.
Es war nur eine Frage der Zeit bis ich in einen JWH eingewiesen wurde. Viele glaubten damals das so ein Jugendwerkhof für Verbrecher sei. In meinem Buch geht es nicht darum, das ich nach dem Mitleid der Menschen schreie. Ich stelle nur in Frage, ob das was man uns damals angetan hat noch in einem gesunden Maße gerechtfertigt werden kann...

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