CHORMUSIK


Eine Reihe, zwei davor,
das ist ein gemischter Chor.
Das sind nicht die Sängerknaben,
weil sie auch noch Damen haben.
Ein Sänger kann ein jeder sein,
doch schöner ist es im Verein.
Denn wenn man einen Ton nicht kann,
dann singt ihn halt der Nebenmann.
Ich nenne hier nicht alle Namen,
die zum Gesang zusammenkamen,
und jeder, dem Gesang gegeben,
der soll den Kopf zum Himmel heben.
Jeder der beim Singen schweigt,
der hält den Kopf leicht abgeneigt.
So wird bei jedem Meistersänger
der Kopf und Hals auch immer länger.
Und ob Gekrächze, ob Gejammer,
geprobt wird in der Besenkammer.
Und ist der Saal auch proppevoll,
singen alle besonders toll.
Sopran, Alt, Tenor ob Bass,
singen das macht allen Spass.
Denn aus jedem kleinen Lotti,
wird vielleicht mal Pavarotti.
Es ist die Zeit der großen Proben,
da soll man Sänger auch mal loben.
Dem Profi interessiert die Gage,
der Laie hat Angst vor der Blamage.
Und hier und da ein falscher Ton.
Keine Bang ich find ihn schon.
Im ganzen Chor ein faules Ei,
es ist schon jahrelang dabei.
Und so manchmal bei Konzerten,
oder Singen in öffentlichen Gärten.
Wie in der Kirche zu den Messen,
hat man leicht den Text vergessen,
um dann wieder mitzukommen,
hört man Summen oder brummen.
Ob Sopran, Alt, Bass, Tenor,
Hauptsache ist es geht ins Ohr.
Macht das Singen doppelt Spaß,
der schönste Ton das ist der Bass.
Wenn der Sänger die Stimme hebt
und die ganze Bühne bebt,
greift der Chorleiter nach den Noten,
jedes Räuspern ist verboten.
Der Chor hat sich nun aufgestellt,
er singt nun Songs aus aller Welt.
Der Chor er singt auch heute wieder,
ein Repertoire der schönsten Lieder.
Und wo er singt, da lasst euch nieder,
von Freude, Friede, Glück die Lieder.
Der Chor zeigt seinen schönsten Klang,
vom Einzelton, bis zum Gesang.
Alles auf die Bühne schaut,
es zeigt sich leichte Gänsehaut.
Der Sopran hat ausgepfiffen,
das Publikum das ist ergriffen.
Stimmen die seit Jahren proben,
sollen nun die Musen loben.
Ob Sopran oder im Alt,
keinen lässt die Stimme kalt.
Ob Tenor oder Bass,
allen macht das Singen Spaß.
Wenn im Chor man einmal singt,
und hört wie es zusammenklingt,
dann wird ein Konzert gegeben,
das sich bald die Balken heben.
Und wenn man das dann endlich hat,
freut sich aufs nächste Notenblatt;
Immer üben Lied und Text,
da merkt man wie die Stimme wächst.
Die Sänger holen zum letzten Male,
den Atem für das Schlussfinale.
Alle Klatschen mit den Händen,
der Mörtel fällt schon von den Wänden.
Noch sind alle ganz benommen;
doch alle wollen wiederkommen.
Ist das Werk dann erst vollbracht,
wird auch mal im Chor gelacht.
Singst Du allein zu Haus im Bade,
das ist doch einfach fad und schade.
Denn soll die Stimme hell erklingen,
dann komm doch mal um vorzusingen.
Kommt vorbei und singt doch mit,
singen hält die Stimme fit.
Dann hört man die Oktaven springen
und lernt auch noch nach Noten singen.
Na wie könnte das denn klingen,
das wäre doch mal was um mitzusingen.
O wie schön die Töne klingen,
jeder glaubt er könnte singen
In der Wanne, unter der Brause,
ein Orchester ohne Pause.
Alles tönt in Dur und Moll,
schallst du im Bad dir die Ohren voll.
Bist ein Superstar in Schaum,
zumindest hier für diesen Raum.
Ob Fliege, Wespe, Silberfisch,
selbst Duschvorhang, der schüttelt sich.
Hier stellt niemand dumme Fragen,
alles musst du selbst ertragen.
Noch schnell einmal wie Pavarotti,
oder nachgemachter Lotti.
Ein kurzer Schrei wie Superjeck.
Ein nachgemachter Küblböck.
Das Wasser läuft, es rauscht und spritzt,
Der Beuler schon die Ohren spitzt,
Der Duschkopf wird zum Mikrophon,
denn nun erschallt der schönste Ton.
Der Duschvorhang will sich verstecken,
bekommt schon lauter rote Flecken.
Ein jähes Ende, ..die Tür geht auf,
ein „Badewannen Superstar“ gibt auf.
Das reißt den ganzen Chor entzwei,
mit Singerei ist es vorbei.
Was solln wir machen, solln wir tun,
unsre Stimmen werden ruhn.
Was ist das denn für ein Benehmen.
Was heißt, wir müssen Auszeit nehmen.
Wir wollen um es auf den Punkt zu bringen,
alle nur das Eine: ----------SINGEN-----------


************************* Autoreninfo ******************************
Manfred Hubert Freude (* geb. am 02.04.1948 in Aachen )
*********************************************************************

singen in Gemeinschaft, im Chor macht Spaß und Freude und ist immer zu empfehlen, auch für die Stimmbildung... kann man beim Vorlesen von Gedichten gebrauchen.. wer ist auch im Chor oder hat Interesse an Informationen?????Manfred H. Freude, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.12.2003. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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