Christine Wolny

ZEIT VERSCHENKEN


 

Kostbar ist das Zeitverschenken.
Immer rarer in den Tagen.
Jeder eilt und hastet jetzt.
Werde einmal hinterfragen:

Warum ist die Zeit so knapp?
Läuft sie doch wie eh und je.
Angebote sind so groß.
Deshalb nur Gehetzte seh.

Fernsehn, Kino und Theater,
Weihnachtsmarkt, noch vieles mehr.
Eine Menge wird geboten.
Wo nehm’ ich das Geld bloß her?

Eltern müssen Geld verdienen.
Kinder nur so nebenbei.
Viele dadurch überfordert.
Manche Ehe bricht entzwei.

Kinder hin und her geschoben
Zwischen Freizeit, Arbeitsplatz.
Keine Zeit ist für die Kleinen.
Nur gekauft, meist für die Katz.

Deshalb einmal daran denken.
Besser ist es, Zeit zu schenken.
Wie die Ält’ren aus Erfahrung,
wissen, dass sie glücklich waren,

wenn die Mutter hatte Zeit.
War zum Zuhören bereit.
Ein Geschenk, und noch so klein.
Stimmte uns zur Weihnacht ein.

© C.W.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.12.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Ein Tag im Februar des Jahres 2006. Der EDV- Fachmann Klaus Gruschki kann kaum ausdrücken, was er empfindet, als er seine neugeborene Tochter Leoni im Arm hält. Seine Frau Michaela und er sind die glücklichsten Menschen der kleinen, süddeutschen Provinzstadt und voller Vertrauen in die gemeinsame Zukunft. Doch die Beziehung und das Glück zerbrechen. Auf einmal ist Klaus allein und Michaela mit Leoni verschwunden. Erst nach langer Suche und mit großen Mühen gelingt es dem Vater, Mutter und Kind wieder zu finden und den Kontakt zu Leoni neu herzustellen. Dann entzieht ein bürokratischer Akt dem Vater die gemeinsame Sorge fürs Kind. Gruschki weiß sich nicht anders zu helfen, als seinerseits mit der Tochter heimlich unterzutauchen. Nach einer dramatischen Flucht wird er in Österreich verhaftet und Leoni ihm gewaltsam entrissen. Er kommt in Haft und wird als Kindesentführer stigmatisiert. Doch Klaus Gruschki gibt den Kampf um sein Kind und um Michaela nicht auf …

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