Karsten Schrut

Weihnachtsstress

Haben wir alles eigekauft und auch nichts vergessen,

denke dran, vergiss ja nichts, es kommen zehn zum Essen.

Stunden stehst Du, putzt und kochst dann wie besessen,

in ein paar Minuten ist dann alles aufgegessen.

Berge von Geschirr dann in der Küche auf Dich warten,

beeil Dich Du musst gleich zum Kaffee starten.

Jetzt 'ne Stunde in der Waagerechten,

nix ist, Du musst weiterknechten.

Onkel Emil, Tante Hertha  und alle anderen grienen,

lassen sich von Dir bedienen.

Der große Moment, ein Geschenk für jedem unterm Baum -

mach weiter und träum in der Küche Deinen Traum.

Das erste Tröpfchen  auf dem Tisch,

fühlst Du Dich später schlaff und fürchterlich.

Die Sippe stimmt an ein heilig Lied,

sie lallen und tanzen wie man sieht.

Der eine schläft ein der andere laut lacht,

es ist ja auch "erst" Mitternacht.

Dann ist das Haus leer,

fast im Steh'n schläfst Du ein -

das soll erholsames Weihnachten sein?

                                                     Karsten Schrut, 24.12.2011


...... an alle fleißigen Mütter, die im nächsten Jahr alles anders machen wollen, sollen.........






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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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