Heidi Schmitt-Lermann

ABENDFRIEDEN

                   











 






Die letzten Strahlen gehen nieder.
Die Sonne versinkt in’s Wolkenbett.
Die Blumen schließen sich auch wieder.
Die Wiese ist ihre Lagerstätt.
 
Was alles hat der Tag gebracht?
Schenkte er uns Zufriedenheit?
Oder überdeckt hier die Nacht
doch schon viel Kummer und das Leid?
 
Es ist doch wundervoll bedacht,
dass jeder seine Zeiten braucht,
wo ihm dann die Erholung lacht,
oder ihn die Arbeit schlaucht.
 
Doch die Natur weiß es genau.
Denn auch die Tiere geh’n nach Hause
und schlafen tief in ihrem Bau,
oder sie ruh’n und machen Pause.
 
Man sollte seines Tages Sorgen,
nicht in seinen Schlaf mitnehmen.
Ausgeschlafen dann am Morgen
Sind manche Übel nur noch Schemen.
 
Die Nacht hat uns jetzt fein umhüllt.
Am Himmel zieht der liebe Mond.
Wo dann von Träumen tief erfüllt,
der gute Schlaf den Tag belohnt. 

 

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