Klaus Heinzl
Der Klecks ...
Ein Klecks, er lag auf einem Blatt.
Dort hatte er das Liegen satt.
So kam es, dass er sich bewegte
(auf einmal durch das Zimmer fegte).
Mit einem Patsch, erreichte er,
das Kleid von Susi (gar nicht schwer).
Die schrie auch gleich aus vollem Hals
(war nicht begeistert jedenfalls)...
Der Klecks erkannte, nun geniert,
er war wohl etwas deplaziert...
Auch das Geschrei wurd ihm zu laut
ergriff die Flucht (ihm hatt´ gegraut).
Als nächstes Ziel fand er ein Bild.
Es sah sehr schlicht aus (gar nicht wild).
So meinte er in einem Satz:
„Das wird für mich der rechte Platz!“
Gesagt, getan, der Klecks war nun
an jenem Ort, um auszuruhn...
Dann kam der Künstler und er dacht`,
was habe ich hier falsch gemacht...???
Verwirrt und sichtlich stinkesauer,
(die Stimmung war nicht lang von Dauer)
erkannte er nach langem Blick...
der Klecks, er war kein Missgeschick.
Und plötzlich stand in jenem Raum,
ein Kritiker... man glaubt es kaum.
Er sah das Bild und auch den Klecks
und kaufte es... dies mittels Schecks.
Das End vom Lied... ich sag es gleich,
der arme Maler wurd steinreich.
Der Klecks, er weilte noch bis heute,
sein Ausflug (den er nie bereute)
er wurd für ihn zum Abenteuer...
(Künstler zahlt nun ...Vermögenssteuer)
Und die Moral von der Geschicht,
selbst so ein Klecks... wird mal zum Licht!
© kh. 04.02.2012
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.02.2012.
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