WIE ICH DICHTE

ich such den Punkt an meiner Stirn
und denk dahinter wäre Gehirn
dann meditier ich, schließ die Lider
und find mich bei den Füßen wieder
fängt die Erde an zu beben
entsteht um mir neues Leben
plötzlich wird mir eisig kalt
ein Pflänzlein dringt durch den Asphalt
ich stehe da von allen Sinnen
und das Dichten kann beginnen
Eins, Zwei, Drei, ein kleiner Keim
dieses war der erste Reim
ob ich stehe oder sitz
warte auf den Geistesblitz
so als würde es gleich kommen
wird es wieder weggenommen
versuch es doch mal aus dem Bauch
glaube manchmal das geht auch
plötzlich hab ich es erfasst
und freue mich das alles passt
mir kommt nur etwas in den Sinn
und alles weitere fließt dahin
ich stehe da als Geistes Wesen
und bin bereit es vorzulesen.

2003-11-10




****************************** Autoreninfo ***************************
Manfred Hubert Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen (NRW)
Kunst-, Musik- und Lyrik, diverse Gedichte (auch in Mundart Aachener Platt)
Beruf: Kaufmann, Interessen: Kultur, Musik, Literatur, Kunst, Philosophie
Inspiration beim Schreiben/Erzählen: Das Loslassen und das Festhalten.
Wer nicht hören will muss lesen.
Aachen,
© 2003 Manfred H. FREUDE

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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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