Karl-Heinz Fricke

Das größte Verbrechen

Müde marschierten sie dahin,
es machte für sie keinen Sinn.
Immer weiter bei Sturm und Wind,
stets entfernter von Frau und Kind.

Als die Dämmerung brach herein,
verschlang sie den Tagesschein.
Fern am Himmel leuchtendes Rot,
Zeuge von Brand, Gewalt und Tod.

Bereits in der Nähe Kriegsgeschrei,
am Morgen sind sie auch dabei
zu töten den unbekannten Feind,
das Schicksal sie beide im Tod vereint.

Die Geschichte hat uns gelehrt,
dass man sich schlug und gewehrt.
Mit klingendem Spiel zog man ins Feld,
mit Hurra an den Feind, der sich gestellt.

Es wird von der Jugend gefordert,
die man in den Krieg beordert,
dass sie opfert das kostbare Leben,
um es dem Vaterland zu geben.

Treue zur Fahne, des Landes Symbol
für die Freiheit und Volkes Wohl.
Parolen wie diese, der reinste Hohn,
ein Loch in der Erde des Opfers Lohn.

Neue Waffen, gefährlich genau,
tödlich für jeden, ob Mann oder Frau.
Vergeblich dagegen jedes Verstecken
und die Folge ist elendes Verrecken.

Kriegstreiber, du bist erkannt,
lebst in Sicherheit in deinem Land,
vergrößerst noch dein Hab und Gut,
opferst nicht dein kostbares Blut.

Karl-Heinz Fricke  10.2.2012

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