Fred Schmidt

Zufall

 
Du bist geboren vor zweihundert Jahren
und hast gelebt lang vor meiner Zeit.
Dich zu treffen, wär’ ich gewiss bereit,
doch nur in Träumen kann ich’s erfahren.
 
Du warst schön, ich hätt’dich lieben können,
doch der Zufall musst’ uns davor bewahren.
Du wirst geboren in zweihundert Jahren,
du wirst dir dein Leben erst später gönnen.
 
So kann ich dich also nur immer finden
in meinen Gedanken und Träumen so trist.
Ich könnte dich lieben, so schön wie du bist,
doch per Zufall muss ich es mir verwinden.
 
Du lebst heute, doch kann ich nicht fassen,
warum per Zufall wir uns verpassen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.02.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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