Wally Schmidt

Zwei im Fruehlingswind

Zwei im Fruehlingswind

 

Auf der Leine haengt 'ne Unterhose, ein bischen teuer und 'ne grosse.

Auch ist sie eine schoene, lange, sehr exquisit, nicht von der Stange.

Sie ist ganz weich, 'ne schoene blaue und nicht so eine bloede graue.

Daneben haengt ein Buestenhalter, er ist kein neuer, auch kein alter.

Sie flattern froehlich dort im Wind, ein jeder freut sich wie ein Kind.

Fuer zwei Menschen sind sie wahre Schaetzchen, darueber halten sie ein Schwaetzchen.

 

Die Hose faengt als erste an, und sie erzaehlt von einem Mann,

der nett zu ihr und nie gemein, er passt prima in die Hose rein.

Sie haelt ihn warm, ihm ist nicht kalt, er ist nicht arm und auch nicht alt,

schiebt alles so von rechts nach links, mal riecht's gut doch manchmal stinkt's.

Doch geht er abends dann ins Bett, dann findet sie es garnicht nett,

er zieht sie aus von seinem Po und schmeisst sie einfach irgendwo.

Er fuehlt sich wohl in seinem Haus, mit Ordnung kennt er sich nicht aus.

Ich bring' das mal auf einen Nenner, so sind sie, diese lieben Maenner!

Die Hose sprach: „In meinem Alter waer' ich doch lieber Buestenhalter,

koennt' taeglich schoene Busen heben und ihnen schoene Formen geben.“

 

Der Buestehalter musste lachen, er sagte: „Was denkst du fuer Sachen,

es nutzt dir nichts das ganze Schwaermen, du must halt nur den Hintern waermen.

Ich bin schoen aus weisser Spitze und immer gut, ob kalt, ob Hitze.

Ein Hauch Romantik mich umgibt, dafuer werd' ich auch sehr geliebt.

Mich moegen alle schoenen Damen, doch das kannst du ja nur erahnen.

Man kauft mich schonmal viel zu klein, und steckt den grossen Busen rein.

Oder, das ist mir ein Grauss, man stopft mich noch mit Gummi aus.

Der Gummi, der ist dann aus Schaum, man kann dem Inhalt nicht mehr trau'n.

So viele gehen mit der Mode, doch diese ist oft so marode,

der Mensch ist wie 'ne Marionette, das bleibt immer so, worauf ich wette.

Doch duerfen wir uns nicht beklagen, sie alle uns doch freudig tragen

und brauchen uns fuer alle Zeit, das bleibt immer so, in Ewigkeit“.

 

Die Beiden hoeren auf zu jammern und haengen an den Waescheklammern.

Vorbei ist jetzt die Plauderstunde, sie flattern weiter noch 'ne Runde,

sind gluecklich, dass sie nuetzlich sind und schwingen sich im Fruehlingswind.

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.02.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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