Martin Hron

Kleine Juth

Kleine Juth

Nur noch ein einzigen Tag,
erleben ohne den großen „Schlag“,
Der Schmerz, das Leid feiern ihren Sieg,
und draußen tobt der Krieg.


Was geschah bloß mit der Großnation?,
Wo die Liebe, die Moral verlor ihre Funktion,
und was ich kleine Juth soll machen,
wieso verlor mein Herz das Lachen?


Warum meine Mutter plötzlich weint,
der Mantel meines Vaters schmutzig scheint,
unsere Nachbarn sind uns plötzlich fern,
warum soll ich tragen den gelben Stern?


Sie schreien raus, raus du Jude,
sonst beißen dich unsere böse Hunde,
was geschah mit dem Volk, sind sie der Gott?
Warum sind ihre Augen so plötzlich höllisch rot?


Transport, Transport schreien sie auf uns alle,
ich spüre eine böse, hinterlästige, schicksalhafte Falle,
die Augen meiner Eltern sind vom Angst fast tot,
das Stirn, der Mund meines Vaters von Blut rot.


Auf einmal sind meine Eltern von mir weg,
mir blieb nur die Angst, und ein großes Schreck,
sie sind auf dem Weg zum ewigen Eden,
ich werde schon mit ihnen niemals, niemals reden.


Mein Herz ist leer, wie meine ausgebrannte Seele,
zwischen dem Tod oder den Pflegereltern soll ich wählen,
ich bin kleine Juth, plötzlich ohne die Mutter, den Vater,
na was sagen Sie dazu mein lieber Pater?


Warum bin ich jetzt bei fremden Menschen,
das gelbe Stern wurde zu meinen Peitschen,
warum strebe ich lieber nach dem Tod,
gibt es dich überhaupt, hörst du lieber Gott?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.03.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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