Klaus-D. Heid

Kunstfehler

Der Doktor greift nach dem Skalpell
und schneidet leider viel zu schnell
ins Fleisch, wobei er routiniert,
das falsche Körperteil tranchiert.

Er scheint in einem Wahn zu sein
und steigert sich ins Schneiden rein.
So schneidet er aus purer Lust,
ganz tief in die Patientenbrust.

Er schneidet auch, wie in Ekstase,
die Ohren ab und dann die Nase,
bevor er seltsam angespannt,
den tuchbedeckten Mann entmannt.

Kein Halten gibt’s beim operieren,
beim sägen, schnippeln und touchieren;
kein Körperteil wird ausgelassen,
das mit der Zange noch zu fassen.

Erst dann, als der Patient verstorben,
ist doch dem Arzt bewusst geworden,
dass man, bevor man operiert,
man doch zuvor

narkotisiert!

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Kein Leben hinter mir: Trauma oder Irrsinn von Klaus-D. Heid



Langsam gehe ich auf das sechzigste Lebensjahr zu. Da hinter mir nahezu jede emotionale Erinnerung »verschwindet«, besitze ich keinerlei sichtbare Erinnerung! Vieles von dem, was ich Ihnen aus meinem Leben berichte, beruht auf alten Notizen, Erinnerungen meiner Frau und meiner Mutter oder vielleicht auch auf sogenannten »falschen Erinnerungen«. Ich selbst erinnere mich nicht an meine Kindheit, Jugend, nicht an meine Heirat und auch nicht an andere hochemotionale Ereignisse, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.

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