Heinrich Soucha

...das Ganze...

 

 

 
Du suchst den stillsten Punkt in dir?

...aufräumen tut Not,
entrümpeln!

…hin fort mit Gier
und Haben, Wollen!

...doch quält den Vorsatz
- noch so gut -
des steten Dämons Übermut,

..und Gutes - Mühsal.


Gar nicht steil,
und fein dahin,
der andre,
unbeschwerte Weg….

 
versöhnt will ich ihn wandeln,

...bis nichts mehr geht…
und Böses - Dunkles mich verhöhnt.

Fortan, dem Dämon will ich folgen!

...doch folg ich ihm,

muss zollen ihm Tribut.

Schon beug ich meinen Willen,
will neigen da mein Haupt,
den Arsch des Mammons küssen...
doch dünkt mich noch
das Wörtchen „müssen.“

 
...und quält es mich, 
ich will es nicht
und lass es sein,


erinnere mich an meine Pflicht…

und ruf hinein,
ins dunkle Tal,



„Schweig still!
…schweig still!!“

…zwar dein Grinsen mir gefiel,
...doch wend` ich mich
und kehr` mich  um,
ich richt` mich auf,
frag` nicht warum…..

...und ziehe jetzt auf neuen Wegen,

Gutes, Wahres, da bewegen…
und wagen will ich,
etwas wagen...

Ungeduld geht da geduldig,
sanft und stetig,
und doch endlich - in sich drinnen,



…und frei werd` ich,
und gar nicht schwer,

…am Weg ein Licht,
und leise hör`,
dein zärtlich` Lied,

...und tief geht es,
ganz tief - mein` ich -

…was bleibt
ist "Sein,"...

...versenkt, versunken - in das Sein…

…um anzukommen,
ist der Grund -

…im Hier und Jetzt,
am höchsten Punkt,

wo Gottes Odem dich umfließt,

…ganz sanft zuerst,
und gar nicht stetig,

…nicht selbstverständlich,
fällt die Ernte einem zu, -

…Geduld, Geschick und Willen,
Mut zum Ganzen - ganz im Stillen,

...und zum Abschluss…

…der Liebe Kraft,
in Prächtigkeit,
das Ganze schafft.

 

Was ist das Ganze? Nach meinem Verständnis das
"Allumfassende...alles Durchdringende...im
eigentlichen Sinn fällt darunter auch die polare Welt
in der wir, in Interaktion, mit all den Lebewesen und
Dingen, die dieser Polarität unterworfen sind, leben.
Trotzdem ist das "Ganze," der "Polarität" diametral
entgegengesetzt, weil es im "Ganzen" kein Raum-
Zeitkontinuum zu geben scheint und weil dieses "Raum-
Zeitkontinuum" erst die Grundvoraussetzung für das
Leben, wie wir es kennen und begreifen, darstellt.

...Ungeduld - geht geduldig -
…sanft und stetig,
und doch endlich - in sich drinnen,..diese Passage
schildert metaphorisch einen geistigen Prozess des
Loslassens...es ist ein Auf und Ab und doch enden
wollend...Ungeduld ist eine aufgestaute Energie, die
ihrem Wesen nach den Menschen im Wege steht und nach
Abreaktion drängt....in meinem beschriebenen Prozess
wird diese Energie sublimiert...daher sie wird nicht
abreagiert, sondern umgewandelt und steht somit als
positive Kraft dem Menschen zur Verfügung....
Heinrich Soucha, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.04.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Heinrich Soucha:

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Infinity: Zeitgenössische, zärtliche Lyrik aus Wien - Hietzing von Heinrich Soucha



Mit dem Schreiben und Dichten, ist das so eine Sache.So war ich oft der Meinung, nur lyrisch Schreiben zu können, falls ich mich in einem annähernd, seelischen Gleichgewicht befände, erkannte aber bald die Unrichtigkeit dieser Hypothese.Wichtig allein, war der Mut des Eintauchens.Das Eins werden mit dem kollektiven Fluss des Ganzen. Meine Gedanken, zärtlich zu Papier gebrachten Gefühle,schöpfte ich stets aus diesem Fluss.

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