Jörg Dahlbeck

Von hier oben


Mein Himmel ist die Hauswand gegenüber,
mein Gott hängt mausetot am Kreuz.
Das Leben hat für mich nur Reste über
und dieses  Wohnklo in Köln- Deutz.
 
Die Straßenbahn  voll leerer Bleichgesichter,
ein kleines Kind weint  vor sich hin.
Im Wind schaukeln betrunken Straßenlichter.
In meinem Kopf ist  niemand drin.
 
Von hier oben  liegt die Welt mir jetzt zu Füßen
Von hier oben  ist das Leben nur ein Spiel
Von hier oben kann ich meine Sterne grüßen.
Von hier oben  werde ich  euch viel zu viel.
 
Im Kaufhaus tanzen müde  Marionetten,
im Fahrstuhl  ein  letzter Augenblick..
Nur ich kann euer kleines Leben retten
Doch es gibt  keinen Schritt zurück.
 
Und auf dem Dach schreit atemlos die Stille.
Nimm meine Hände, mein Gewehr!
In  mir brennt mein allerletzter Wille,
ich falle, ausgebrannt und leer.
 
Von hier oben  liegt die Welt mir jetzt zu Füßen
Von hier oben seid ihr alle jetzt mein Ziel
Von hier oben kann ich meine Sterne grüßen.
Von hier oben  werde ich  euch viel zu viel…..viel zu viel.
  

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.04.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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