Wally Schmidt

Man kann es nicht fassen

War gestern kurz im Supermarkt, sucht' nach 'ner harten Wurst mit Nuessen.

Nachdem ich alles abgeharkt, ( ich weiss man kann nicht alles wissen,!)

fand ich an einem kleinen Stand, so circa 15 Wuerste liegen,

doch hatte ich sogleich erkannt, die Meinige wuerd' ich nicht kriegen.

Da kam ein Mann an mir vorbei, mit weisser Jacke, chicker Muetze,

ich dacht' sofort, dass er das sei, der wunderbare Fleischerfritze.

Ich fragte ihn dann superhoeflich, wo denn die and'ren Wuerste sind,

er schaut mich an so richtig doeflich. Mein Laecheln war fuer ihn bestimmt,

doch schien er das nicht gern zu moegen, oder gar er sah es nicht.

Es kostet ihn doch kein Vermoegen, wenn er freundlich mit mir spricht.

Doch sagte er: „ Nein diese da , die sind die Einzigen im Laden!“

Na ja, ich sage nur:“ Aha“,und spute mich mit meinen Waden.

Ich schlend're noch ein wenig rum in diesem grossen, schoenen Haus,

und dachte dann, ich falle um, weil viele Wuerste liegen aus,

auf einem wunderbaren Tisch, genau so wie ich sie gesucht,

so schoen geordnet, superfrisch, und eine habe ich gebucht,

die richtg hart und auch mit Nuessen, der Mann der hat sie vor'm Gesicht,

er hat mich doch total beschissen, der bloede Kerl, der sieht sie nicht.

Ich halt die Wurst ihm vor die Nase, er verzieht nicht eine Miene,

tut so, als sei er Osterhase und ich die dumme Triene.

Er sagt', er hat sie nicht geseh'n, ich dacht', ich hoer nicht richtig,

dann ging ich weg und liess ihn steh'n, ich war fuer ihn nicht wichtig.

Ich sagte laut so fuer mich hin, was ist das doch fuer eine Welt,

so viele Koepfe und nichts drin, was heut' noch zaehlt, ist nur das Geld!

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.04.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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