Inge Hoppe-Grabinger

Am Diokletianspalast in Split



Ganz oben,
wo der blaue Himmel
an den Palast grenzt,
wird gerade
Wäsche aufgehängt.
Es ist ein heißer Tag.

Ganz unten,
in den Cafés
sitzen
die Studentinnen,
mit ihren
langen, langen
dunklen Haaren,
an den jungen Männern
ernsthaft vorbeiblickend,

Zu ihren Füßen
der  fast weiße Marmor
mit den
zartgrauen
Kaugummi-
Intarsien.

An der Ecke des Palastes,
im Schatten
unbeweglich stehend,
alterslos,
eine unglaublich große,
hagere Frau,
mit schwarzem Kopftuch,
schwarzen Strümpfen
und langen
schwarzen Männerschuhen,
die uns mit
dürren Fingern
filigrane
weiße
Deckchen
- niemand wird sie kaufen -
entgegenhält.

Nur wenige Schritte weiter,
da wo kunstvolle
Blumengestecke
für die Toten angeboten werden,
hebt ein kleines Mädchen
drei weggeworfene,
schon leicht verwelkte
weiße
Blüten
auf und
lacht.

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