Irene Beddies

Im Rampenlicht




Im Rampenlicht

 
Wir treffen uns bis nachts auf kahler Bühne,
wir stellen keck und mutig uns ins Rampenlicht.
Wir fühlen fremd uns erst  auf der Tribüne,
wenn wir beherzt uns zeigen im Gedicht.
 
Ein jeder wähl‘ die Farben, die er kenne,
und schmücke sich damit  sein farbiges Kostüm,
in dem er uns sein Innerstes bekenne,
mal leis‘ hervorgebracht, mal ungestüm.
 
Wir lächeln andere an. Was  sie wohl sagen,
wenn wir beklommen stumm erwarten den Applaus.
Wenn die Kritik will gar nicht uns behagen:
stolz steh‘n wir da, als mach‘ es uns nichts aus.
 
Wir achteten die Metrik, prüften Reime,
und lauschten, ob der Rhythmus passe absolut,
wir schrieben gläubig auf Gedankenkeime,
und fanden Worte ihnen wohlgemut.
 
Gesungen wurd von Trauer und von Liebe,
von purem Frohsinn, der Erinnerungen Flut,
von Winterkälte und der Bäume Triebe,
von Reisen, Abenteuern und der Sehnsucht Glut.
 
Ein jeder gibt dort stets sein Allerbestes,
er will es sehen hoch gepriesen, anerkannt,
er hofft, am Ende dieses langen Festes
wird er ein wahrer Dichter dann genannt.
 
Wir  treten immer wieder auf die Bühne,
gesell‘n uns zu anderen ins grelle Licht.
Mancher ist schon vertraut mit der Tribüne,
wenn wir uns lächelnd seh‘n ins Angesicht.
 

©I. Beddies
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Die Autorin:

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