Manfred H. Freude

worte brauchbar für später



leichte worte schwer_fertig weg_geworfen
aus gespuckt ins gras am hunde_baum
mussten raus und schliefen tief im Gehirn
geliebt gehasst verwünscht und weg

wollte nie mehr hören musst sie damit sehen
sie liegen so wo sie hin_ gerotzt
schade waren noch irgendwie unschuldig
dazu irgend_wann später brauch_bar

jetzt werde ich sie auf_heben entflecken reinigen
wie das blatt auf dem sie sich geprägt
gelegt zum schlafen ruhen gleich
das wort wieder gut für irgend_wann


Aachen, 2003-11-20
© 2003 Manfred H. FREUDE



das Gedicht handelt über Worte die wir leichtfertig wegwerfen, obwohl einige gute doch noch brauchbar sind..wer weiß wofür..
hierzu auch das Gedicht..Kluge Köpfe.. indem auch das Wort.. noch gebraucht wird.. obwohl die Zeitungen nur zum Fischeinpacken gut wären.. Grüße Manfred
Manfred H. Freude, Anmerkung zum Gedicht

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Buch von Manfred H. Freude:

cover

FREUDE - Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Lesen von Manfred H. Freude



Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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