Günter Weschke

Der Teufelsgeiger

Ein Geiger von sehr hohem Format,
ein Könner mit großem Publikum,
er war der Beste in der Tat,
doch war er nicht glücklich! Warum?

Seine Geige sie lachte, sie schluchzte, sie weinte,
sein Spiel war wie Wasser und Feuer zugleich,
er war nicht glücklich, denn er meinte:
„Es muss einen geben, wie ich, so Reich“!

Er betrat die Bühne, blieb plötzlich steh’n,
dort stand einer wie er, mit gleichem Blick,
sie haben sich beide angesehn‘,
und spielten zusammen das gleiche Stück.

Sie lachten, sie schluchzten, sie weinten, die Geigen,
sie spielten wie Hölle und Himmel zugleich
das Spiel der Geigen, nun muss es sich zeigen:
„Bin ich der Beste, ist der Andere gleich“?

Das Publikum, fasziniert und begeistert,
es raste, es stöhnte, es fiel in Ekstase,
so hatte noch keiner die Geige gemeistert,
das war höchste Kunst in jeder Phase.

Die Geiger sahen sich noch immer an,
der Andere tat das Gleiche wie Er,
noch einmal setzte er zur Höchstform an,
dann fiel er zu Boden, er konnte nicht mehr.

Er sah noch, der Andere fiel zur gleichen Zeit,
doch sein Sterben spürte er nicht mehr.
Alles zu geben, dazu war er bereit,
jetzt war er tot, sah den SPIEGEL nicht mehr.

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