Anschi Wiegand

Windbraut



Naturgewalten spür ich mit Macht
hinter dem Deich bei Windstärke Acht
ich fühle mich so, als würde ich fliegen
und könnte all Kummer und Sorgen besiegen…
 
Der Wind braust mir stürmisch um meine Ohren
in seiner Gewalt fühl‘ ich mich neu geboren
er reißt aus mir raus mit Sturmeskraft
all das, was mich hat darnieder gerafft…
 
Es ist, als könnt‘ in seinen Arm ich mich legen
mit Leichtigkeit über den Wellen dann schweben
die fröhlich im Windspiel sich nach mir strecken
und große Lebenslust in mir erwecken…
 
Mit Lachen und Jauchzen geb‘ ich mich ihm hin
und fühle, dass ich eine Windbraut jetzt bin
weil Wellen und Wind mich immer entzücken
und mich auf herrlichste Weise beglücken…
 
Als Windbraut fühl‘ ich mich am Meer nur daheim
die Nordsee wird darum stets Heimat mir sein
mit Ebbe und Flut, mit Wind und mit Wellen
kann sie immer wieder mein Leben erhellen…
 
Es ist hier am Meer meine Seele zuhause
sie tankt neue Kraft im Sturmesgebrause
und nur wer es kennt, dieses Windbraut-Gefühl
weiß, dass man es niemals mehr missen will…

 


© Anschi 17. Mai 2012 



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Wie das Meer ist unsere Liebe von Anschi Wiegand



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