Ingrid E. Patrick

NIEBEL'S FLIEGENDER TEPPICH

Einen echten Perser, das wäre schön,
den hatte Niebel in Afghanistan gesehen.
So flog er nach Afghanistan,
wo er den Teppich mit sich nahm.
Natürlich nicht als sein Gepäck.
Das hätte er bezahlen müssen,
so ein Schreck!

Nein, im Geheimdienst-Stil,
damit es niemandem auffiel,
Herr Niebel sich zum Linienflug gesellte
und für den Teppich die Bundeswehr bestellte:
„Eine Bundeswehr-Maschine bitte
für dieses Gepäckstück zu meiner Hütte.“

So flogen beide separat
in getrennten Maschinen zurück zum deutschen Staat
Dass er dabei Gesetze übertritt,
bringt er sich Waren aus dem Ausland mit,
eingeschmuggelt unverzollt -
das habe er ja nicht gewollt.

Im Gegenteil, es sei die Bundeswehr,
die daran schuld sei. Bitte sehr!
Die habe den Teppich nämlich ausgeflogen
und damit den deutschen Zoll betrogen.

Für diese fette Lüge
gab’s von der Kanzlerin ne kleine Rüge.
Du-Du und einen Klaps auf seinen Po.
Sie regelt das in ihrer Mannschaft so.
Die Mutter der Nation
kennt ihre Pappenheimer schon.
In ihrem Klassenbüchlein steht:
Die Minister seien in der Pubertät.

Ich möcht’ jetzt nur noch eines wissen:
wer dem Niebel hat ins Hirn geschissen!
Dem fehlen Tassen oder Schrauben
und Nägel, die zum Teppich-Fliegen taugen.
Dem fehlt auch noch die Orientierung –
und so was sitzt in der Regierung?

Gleich und gleich gesellt sich gern.
Das wirft ein feines Licht auf diesen Herrn.
Wegen Schnäppchen dieser Art
traf es schon Wulff einst ziemlich hart.
Auch Niebel kann sich schleichen
und als Minister seinen Rücktritt einreichen.

Doch vorher zahlt aus seiner Tasche er privat
das, was er verursacht hat:
alle Beträge und Strafen für den Betrug,
auch die Kosten für den Bundeswehr-Flug.

Den Teppich schicken wir zurück
mit Niebel, diesem guten Stück.
Im Kriegsgebiet kann er sich gut beweisen
und fortan als Fakir dieses Land bereisen.


© Patty Patrick

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Ingrid E. Patrick).
Der Beitrag wurde von Ingrid E. Patrick auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.06.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Adina - Mein Freund, der Baum von Margit Marion Mädel



Diese Geschichte erzählt von einem kleinem Mädchen, welches durch ihre Ängste eine ganze Stadt bewegen kann, um Schäden an der Natur, die von Menschen verursacht wurden, wieder gut zu machen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (5)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Weltpolitik" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Ingrid E. Patrick

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

BUNDESPRÄSIDENT von Ingrid E. Patrick (Weltpolitik)
Ich hab wohl schlecht geträumt... von Jürgen Berndt-Lüders (Weltpolitik)
Angefleht von Anna Schmaus (Beziehungen)