Heideli

Treue

 


Morgens in der Früh trug man ihn hinaus
aus der grauen Stadt, aus dem alten Haus...
Seinem treuen Hund gab man einen Tritt
und man band ihn fest, denn er wollte mit,
  da riss er sich los, rannte hinterher,
doch er fand die Spur seines Herrn nicht mehr...
...Er verlor seinen Herrn...

Die ganze Nacht läuft er durch den Schnee,
der eisige Wind, er tut ihm nicht weh.
Er sucht seinen Herrn, den er so geliebt,
sucht seine Spur, die es nicht mehr gibt.
Er fragt jeden Baum, er fragt jeden Stein-
"Wo ist denn mein Herr? Wo kann er nur sein?"
...Er sucht seinen Herrn...

Er sucht seinen Herrn und er irrt herum...
Kein einziger Mensch schaut sich nach ihm um...
Keine wärmende Hand streckt sich nach ihm aus,
denn er sieht so krank und erbärmlich aus.
Doch in seiner Brust unter seinem Fell
schlägt ein treues Herz und es schlägt so schnell
...schlägt für seinen Herrn...

Er läuft aus der Stadt in die er nicht passt,
auf dem Friedhof da fällt er keinem zur Last.
Ein streunender Hund mit Wunden bedeckt,
die wimmernd vor Schmerz er manchmal sich leckt...
Doch eines nachts, der Stadt so fern
fand er das Grab- das Grab seines Herrn.
Er fand seinen Herrn...

Er fand seinen Herrn und er wartet dort
auf die Hand seines Freunds, auf sein wärmendes Wort,
  liegt vor dem Grab, dort findet er Ruh,
und der weiße Schnee deckt langsam ihn zu...
Und die Nacht ist kalt  und der Tag noch fern...
...Doch am Morgen fand er... zu seinem Herrn...
...Er fand seinen Herrn...


Heide@24.6.2012
Archiv 2010

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.06.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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