Roland Drinhaus

Das Crazy-Handy-House





Vorwort: Bei so einem langen Gedicht ist es besser, vorher anzukündigen, was euch hier erwartet. Ein ausnahmsweise
              ausgesprochen langes Gedicht, mit einem sehr verrückten Hergang. Freunde der Metrik werden diese hier
              eher nicht erwarten können; es ist eher so, das sich der Hergang dieses Gedichts erst beim Reimen
              sozusagen aufgebaut hat.....
              Freunde der aussergewöhnlichen Komik und witziger Verrücktheiten, werden aber auf ihre Kosten kommen.






Das Crazy Handy-House



Wovon ich euch, hier heut berichte,
in diesem wilden Spaß Gedichte,
hat Ursprung in der Telefonie,
man weiss ja, oft verrückt ist die.


Ein Mietshaus hatte drei Parteien,
Dach, Mitte, Keller (für die Laien)
und oben wohnte Mohammed,
der schlief des Nachts am Nagelbrett.
Und war und das ist recht fatal,
bei Al Kaida Chef schonmal.

So sag ich gleich auch nebenbei,
recht fleissig war der FBI,
der Mohammed Habbib Rabbat,
sein Handy schon geortet hat.
Grad abgeschossen ist die Drone....
genauer noch, als ne Kanone,
fliegt sie allzeit zielgenau,
auf Mohammeds Mansardenbau.

In der Mitte wohnt Frau Klenk,
bekam ein Handy als Geschenk,
zum 40ten ganz lieb vom Sohne,
doch Ahnung hat sie nicht die Bohne.

Unten wohnt der Opa Stark,
ihm fiel sein Handy in den Quark;
so stand sie an, die Reinigung
und ohne groß Verzögerung,
trank Opa Stark sich einen Schnaps
und holte die Correga Tabs.

Frau Klenk lief rauf zu Mohammed,
der war zu ihr immer so nett
und sprach zu ihm: Mein Handy streikt!
Tausch deins mit meinem, dass sich zeigt,
dass ich den Sohn anrufen kann,
den Tausch nahm Mohammed mal an.

Frau Klenk ging mit dem Handy los,
die Freude übern Tausch war groß,
denn mit dem Hund jetzt Gassi gehen,
schaut sie auf's Handy um zu verstehen,
wie sie auf ihrer Gassitour,
den Sohn anruft; wie geht das nur?

Opa Stark hat schon inzwischen,
ein Glas gefüllt und mit viel Zischen,
Correga Tabs ins Glas geschmissen.
Versenkt das Handy dann dortrein:
Hurra! Bald wird es sauber sein!

Frau Klenk ihr Hund, dass müsst ihr wissen,
der ist sograde ausgerissen.
Saust los, denn er sah eine Katze,
riss das Handy aus Klenk`s Tatze,
denn`s verfing sich in der Leine,
denn ihr Hund hat flotte Beine.
Frau Klenk stand dort, konnt nur noch warten,
denn Katz, Hund, Handy, warn im Garten.

Opa Klenk schaut in sein Glas,
wird es sauber? Tut sich was?
Neugierig und zuversichtlich,
fragt er sich: War das wohl richtig?

Inzwischen fliegt die Drone ran,
peilt Handy und den Hund auch an
und dann gibts eine Explosion,
der Mops fliegt durch den Garten schon
und landet, oh, das ist kein Spaß,
auf Opa Stark sein Handy-Glas,
dass mit dem Hund zu Boden fällt
und Opa Stark wird angebellt.
Das freut den Opa richtig schon,
das Bellen war sein Handy-Ton
und weil er`s richtig bellen hört,
ist er jetzt vom Erfolg betört.

Frau Klenk hat sich davongemacht,
denn es hat furchtbar laut gekracht
und meldet ihren Hund vermisst,
weil er halt fortgelaufen ist.

Nur Mohammed Habbib Rabbat,
weiss was die Stund geschlagen hat.
Nachdem die Drohne explodiert,
hat das ihn psychisch so berührt,
dass er sich noch vor Schreck ganz matt,
bei der Polizei ergeben hat.
Dort traf er dann auch die Frau Klenk,
der gab er wieder, ihr Geschenk
und als sie dann nach Hause kam,
trug Opa Stark ihr`n Hund am Arm.
Und sprach was Frau Klenk nicht versteht,
dass nun sein Handy wieder geht....

Wer bis hier mit lesen hat durchgehalten,
erkennt: Man kann Lyrik so gestalten,
dass alle Phantasiegeschichten,
sich stets nach dem Humor ausrichten.
So das Ernstes manchmal gut bestimmt,
am Schluss ein gutes Ende nimmt.



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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.08.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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