Wally Schmidt

Ein Markt in der Provence

 

 

Heut' war Markt im Nachbarort, ich fuhr dahin, und zwar sofort.

Er ist gross mit vielen Staenden, das Angebot, es will nicht enden.

Kleider, Waesche, Herrenhosen, sogar ein schoener Hut mit Rosen.

Die T-shirts nehmen fasst kein Ende, auch gibt es viele Haehnchenstaende.

Da warten Leute in der Schlange, auch wenn es dauert ewig lange.

Die Hitze macht uns schwer zu schaffen, doch was soll's, wir wollen gaffen.

Hat man dann nach so vielen Runden was Schoenes fuer sich selbst gefunden,

dann faengt man wieder an zu wandern, und kauft auch was fuer all' die Ander'n.

Auch der Bauch braucht jeden Tag, so manchmal was er richtig mag,

nicht nur so was zum ernaehren, darueber wuerd' er sich beschweren.

 

Was ist der Markt doch wunderschoen, man kann auch lust'ge Sachen seh'n.

Ich wollte spaeter mal verschnaufen, doch jetzt ging ich Oliven kaufen.

Ich drehte noch so manche Runden, dann hat' ich einen Stand gefunden.

Davor da stand ein aelt'rer Mann, an ihm war doch noch alles dran,

dahinter war 'ne kraeft'ge Dame, und ziemlich flott, und keine lahme,

sie wollte die Oliven nehmen, ihr Kleid fing an sich auszudehnen,

der halbe Busen quoll heraus, der Mann er mocht nicht mehr nach Haus',

er wollte immer weiter kaufen, ich hoerte ihn schon richtig schnaufen.

Die Dame sagt' sechs Euro zehn, da musste er dann leider gehen.

Ein and'rer Mann ganz gross und jung, er hatte mit so richtig Schwung,

'ne Schlange um den Hals geschlungen, so bekloppt sind nur die Jungen.

Er kaufte mit dem Tierchen ein, und fuehlte sich besonders fein.

Ja der Alte will nur Busen, der Junge mit 'ner Schlange schmusen.

Ein Markttag wird sich immer lohnen, und sei's allein fuer die Melonen,

die wachsen hier in unserm Land, dafuer ist die Provence bekannt,

sie schmecken saftig und auch suess, wir leben halt im Paradies.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.08.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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