Hermann Braun

Der Schmitz ist tot

Ich hab gehört
 
Ich hab gehört, der Schmitz ist tot,
erzählt man sich seit Jahren,
von seiner Frau beim Abendbrot
mit einer Axt erschlagen!
 
Die Kunde schnell den Ort durchrast –
ob wahr oder auch nicht –,
zumindest seine Frau die war’s,
nach allgemeiner Sicht!

Warum, weshalb, wen schert das schon,
die Tat allein nur zählt.
Und nicht das Wie und Was, Wieso,
wie immer auf der Welt!
 
Und wenn mal doch, was selten ist,
dann immer erst danach.
Denn wichtig war und ist und bleibt,
dass man von Schmitzens sprach.
 
Und so hört man landauf, landab,
von Schmitz und seiner Frau.
Und das war pure Absicht, stimmt  –
denn Werbung, haargenau.
 
Denn Schmitzens hatten ein Geschäft,
so’n kleinen Krämerladen,
der sie nicht leben, sterben ließ,
weshalb sie klar nicht kamen.
 
Schon viele Jahre gingen ins Land,
die Schmitzens gibt’s nicht mehr,
und doch sind sie noch stadtbekannt,
unsterblich populär!
 
Und sitzt man heut beim Abendbrot,
ertönt wie einst vor Jahren:
Ich hab gehört ... der Schmitz ist tot...
die Leute schmunzelnd sagen.
 
Der Lacher, der die Runde macht,
ist schon die Story wert.
Und darum auch, selbst heute noch,
bei Tische sehr begehrt.
 
Und willst auch du unsterblich sein,
wie wär es dann mit Mord.
Und sei es auch zum Schein dann nur,
dann du lebst immerfort!

(c) hb/vom 05.11.16


Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Hermann Braun).
Der Beitrag wurde von Hermann Braun auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.08.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • dorfpoett-online.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Hermann Braun als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Bis zum Abschied von Stefanie Mikus



Bis zum Abschied, erzählt die Geschichte einer Neuerfindung. Eine junge Frau löst sich aus der zerbrochenen Beziehung zu dem egozentrischen Maler Iljan Sie stürzt sich in ein emotionales Wagnis, um am Ende vor sich selbst zu bestehen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (9)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Fabeln" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Hermann Braun

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Das Inserat von Hermann Braun (Gesellschaftskritisches)
Maschin`kaputt von Heideli . (Fabeln)
Der zerstreute Dichter ... von Klaus Heinzl (Humor - Zum Schmunzeln)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen