Margret Silvester

Sommersonett V

Der Tageshitze folgt die Nacht mit Schwüle,
da locken wilde Wasser ein zum Baden.
An fremden Ufern, stillen Seen und Gestaden,
entwickeln sich entfesselte Gefühle.

Das Unbekannte ist es, wonach alle gieren,
süß ist doch nicht die Frucht am eignen Baum.
Jenseits des Flusses wartet unser Traum,
in dem wir uns dann hoffnungslos verlieren.

Rot ist der Mond, der über Schläfern wacht,
es fällt sein Licht durch üppig grüne Bäume,
und mit den Sternen teilt er die kurze Nacht.

Der volle Mond entführt mit seinem Glanz
in immer neue kaum erhoffte heiße Träume;
er zieht die Schläfer mit in einen wilden Tanz.

 

5. Sonett des Sonettenkranzes "Lied der Jahreszeiten", Zyklus "Sommer"; veröffentlicht November 2008 beim Engelsdorfer Verlag Leipzig;
©Margret Silvester

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