Heidi Schmitt-Lermann

DER BLAUWAL














              

 Ein Blauwal schiebt sich durch die Fluten,
verhält am Ort und mustert dich.
Doch steht in freundlichen Statuten,
sein Speiseplan betrifft dich nicht.
 
Der größte Walfisch auf der Welt
lebt von winzig kleinen Tieren,
die in Mengen und ungezählt
im Ozean sein Maul passieren.

Besitzt zwar einen Riesenmund,
doch statt Zähnen hat er Barten.
Jetzt muss er mit dem kleinen Schlund
Auf Krill- und Planktonherden warten.
 
Hundert Tonnen wiegt die Kiste
und dreißig Meter wird er lang.
Doch steht er auf der roten Liste,
auch er des Menschen Untertan.
 
Dieser so monstergroße Wal,
hüpft und springt wie ein Delfin.
Sympathisch ist er allemal
und viele Menschen lieben ihn.
 
Doch, leider, wie bei vielen Tieren
Ist dieser Blauwal stark bedroht.
Man ist daran ihn zu verlieren,
seine Welt nicht mehr im Lot.
 
Das größte Säugetier auf Erden
ist sanft und wehrt sich auch fast nie.
Soll er deshalb Opfer werden,
für Japan und and’re Industrie?








 

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Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
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