Patrick Rabe
Blues für Tanita
Ich fühle mich so einsam,
wo ist mein Gegenstück?
Wie finden wir gemeinsam
zu unserm Lebensglück?
Ein Zug fährt Richtung Memphis,
und draußen liegt noch Schnee,
Bob Dylan schrieb ein Lied dort,
es heißt ‚Lay, Lady, lay‘.
Genau dies Lied, das sang ich
in jener Nacht für dich,
am Fenster stand die Kerze,
und Kind, du liebtest mich.
Seitdem sind viele Jahre
vergangen, und dein Weg
nahm eine andre Richtung,
doch leg dich, Lady, leg
dich noch mal auf mein Lager
aus Messing und aus Rost
und trink mit mir den süßen
für uns verbot’nen Most!
Doch du warst nicht mein Spiegel,
das Puzzleteil, das fehlt,
`s war Krieg, war keine Liebe,
die uns erneut vermählt.
Und darum geh, Geliebte,
gehasste, schöne Frau,
und leb dein eig’nes Leben,
und sieh, wohin ich schau!
Zum Himmel nämlich blick ich,
ein Gott uns zwei regiert
und irgendwann uns beiden
das Gegenstück zuführt.
Ich fühle mich so einsam,
so fern vom Lebensglück,
wir geh’n nicht mehr gemeinsam,
warst nie mein Gegenstück!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.09.2012.
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