Ingrid Drewing
Herbstlich
Am Stadtrand lungern hungrig schon die Krähen.
Sie tragen Herbst in ihren schwarzen Schwingen
und krächzen auf Platanen in der Nähe,
wo sonst die Amsel zelebriert’ ihr Singen.
Der Morgennebel, dicht, weitet die Dauer
hier fast bis hin zum frühen Mittag aus.
Müd’ blickt die Sonne über Wolkenmauern,
wirft fahles Licht auf das verlass’ne Haus.
Hier, wo im Sommer Glanz der hellen Farben
den Garten leuchten ließ, Musik erklang,
zog grau die Stille ein; die Pflanzen darben.
Es währt die grüne Zeit nun nicht mehr lang.
Dann werden hier des Herbstes Stürme brausen
und Blätter tanzen auf dem Dach des Hauses.
© Ingrid Herta Drewing
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.09.2012.
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