Gabriele A.
In der ZEITSCHLEIFE der VERGANGENHEIT

schaurig kreischen fern die Raben,
Marksburg, in beachtlichem Kleid,
nie zerstört in vergangener Zeit.
die Welt, sie liegt dir hier zu Füßen.
Ein Blick zum Rhein hin bis in´s Tal,
zum Feinde sichten sehr genial.
ruft Tausende von Bildern hervor.
Die Dienerschaft in ihren Puschen,
wie sie durch die Küche huschen.
Burgherrn mit Fräulein im Bette liegen,
die Leiber fröstelnd an sich schmiegen.
Und wenn dem Herr etwas missfällt,
er die Gardinenpredigt hält.
Im "Fürnehm Gemach" wo sie nicht froren,
gab es öfters den Satz heiße Ohren.
Wer auf die heiße Platte sie legte,
hörte, was in der Küche sich regte.
Im Weinkeller Diener mit Kanne laufen,
denn Ritter vertragen ne Menge beim Saufen.
Vernehme fidelen Rittergesang,
heiter beschwingten Becherklang.
Auf der Treppe Schritte verhallen,
Pferdegetrampel und Hufe erschallen.
Der Mägde - Knechte Lohn und Dank?
Sie starben beizeiten, wurden früh krank.
Altes Gemäuer, drohend und kalt,
flüstert leise von Blut und Gewalt,
wie grausam voller Tücke und List,
das Mittelalter gewesen ist.
Mit banger Brust so mancher Ritter,
kämpfte um sein Leben bitter.
Das Foltern war noch eine Zier,
man sprach vom "Peinlichen Verhör".
Und hat man wen "Zur Sau"gemacht,
ward er vom Pöbel ausgelacht.
Und nun gestehe ich sie zu,
den Geistern der Burg ihre goldene Ruh.

foto und text @ gabriele a. sept. 2012
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.09.2012.
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