WINTERLIEBE

silbergrau wächst die matte märchenwintersonne
durch die kahlen dürren knochenäste
will sich zeigen durch den wolkennebel
und sinken in die leeren bchenhecken

die häuser ziehen ihre schultern hoch
die dächer tiefgezogen bis ins erdgeschoß
so lange bis der frühling wiederkommt
raucht der kamin bleibt jede tür im schloss

silberhimmel sagt: man weiß es nicht
kommt regen schnee kommt sturm kommt wind
will hier so bleiben dieses jahr
die schrecken anderwärts auszutoben sind

undurchsichtig bleibt das wetterbild
wissen tut mans wirklich nicht
kalt doch trocken stürmig fröstelnd
zieht ein wind von kreuz bis quer

wo bleibt ein loch in das man kann verkriechen
und zünden eine kerze warm
so das es kuschelt zum erröten
und hielt es fest für tag und nacht im arm

so kann man lieben doch den tag die nacht
wenn draußen alles gerade so friert
man sich bei wärmenden gedanken
den ausblick eines schönen körpers stiert

so träumt man denn und bleibt im bett
zieht sich zurück in Kuscheldecken
es regt im warmen sich so nett
und lässt sich leicht und viel verstecken







Aachen, 2004-01-15



****************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen
Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle, Besinnliches, Escapistenlyrik
© 2004 MANFRED H. FREUDE


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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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