Christina Telker

Vorfreude

„Mutti hast du das Christkind gesehn?
Ich hörte ein leises Klingen.
Am Fenster dort, ein goldenes Haar!
Wird mir das Christkind was bringen?“
 
„Schlaf gut mein Kindlein
und blicke im Traum,
hinüber ins Weihnachtsland.
Dort backen die Englein dir Plätzchen fein,
die Bleche gefüllt bis zum Rand.“
 
„Mutti, Mutti, nun sag mir noch,
hat das Christkind mein Schreiben bekommen?
Ich habe das schönste Briefpapier,
mit den kleinen Sternen genommen.“
 
„Mein Kindlein, mein Kleines,
das Christkind weiß,
wie brav und lieb du bist.
So kommt ganz bestimmt am Weihnachtstag,
zu dir der heilige Christ.“
 
„Mutti, oh Mutti, das schlafen ist schwer,
ich bin ja so aufgeregt.
Wenn doch bloß heute schon,
der Heilige Abend wär.“
 
„So mein Kleines, jetzt schlafe ein,
die Sternlein leuchten schon hell.
Bald schaut das Christkind zum Fenster rein,
drum Kindlein schlafe schnell.“
 
Die Mutter sie gibt dem Kind einen Kuss,
ihm fallen die Augen zu.
Im Traum sieht es leuchten den Weihnachtsbaum
und findet nun selbst zur Ruh.
© ChT
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.10.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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»Ich werde ein Engerl für euch rufen. Das wird über euch wachen, wenn ihr beieinanderliegt. Und den Samen vom Hans in die Agnes pflanzen. Dann wird das hübsche Mädchen bald guter Hoffnung sein.« Mit einem Kind wollen das junge Bauernmädchen und ihr Geliebter ihre Heirat erzwingen. Aber die Beschwörung geht schief, ein dunkler Dämon erscheint und entführt Agnes in seine Welt. Doch statt Angst und Schrecken erfährt Agnes ein wildes Feuerwerk der Leidenschaft, denn ihr dämonischer Gebieter ist ein wahrer Meister des Liebesspiels. Mit dem festen Vorsatz, das Bauernmädchen für sich zu gewinnen, greift er zu allen Tricks der lustvollen Verführung, wobei ihm seine ausgeprägte dämonische Anatomie zugutekommt.

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