Inge Hoppe-Grabinger

Sanduhren



Das Kind
geht in einer sehr alten Kirche
von Grabmonument zu Grabmonument.
In Augenhöhe
sieht es
zu beiden Seiten
eines Totenschädels
je eine Sanduhr.
Der Sand ist in  b e i d e n     Uhren 
durchgelaufen.
Ein Irrtum ist ausgeschlossen!

Beim nächsten Grabmal sieht
das Kind
in Augenhöhe,
daß eine Sanduhr
oben
a u f   einem Totenschädel   s t e h t.
Auch hier ist der Sand durchgelaufen.
Ein Irrtum ist ausgeschlossen.

Dann noch ein Grabmal.
Hier  l i e g t   die Sanduhr,
in Augenhöhe,
 a u f    dem Totenschädel,
genau in der Balance.

Das Kind möchte wissen,
ob der Sand ausgelaufen ist.
Man kann es nicht erkennen.
Es sieht aus, als ob der Sand
nicht mehr da ist.
Aber,
ob mit oder ohne Sand:
Ein Irrtum ist ausgeschlossen!
Aber,
wo ist der Sand?

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Inge Hoppe-Grabinger).
Der Beitrag wurde von Inge Hoppe-Grabinger auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.11.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Ein Kobold zu Weihnachten von Franz Spengler



Vier weihnachtliche Kurzgeschichten, teils heiter, teils nachdenklich, können auch übers Jahr gelesen werden.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Inge Hoppe-Grabinger hat die Funktion für Leserkommentare deaktiviert

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Tod" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Inge Hoppe-Grabinger

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Sankt Kümmernus von Inge Hoppe-Grabinger (Allgemein)
Ein Jahrhundertgrab von Bernd Rosarius (Tod)
45 % von Ursula Geiger (Klartext)