Irene Laubner

De Nikelos kimmt...

"De Niklos is e guuder Mann
der will eich ebbes schenke;
seid ihr nor lieb un lernt e Lied,
dann werd er an eich denke!"

So sejt die Mama zu ehrm Bub.
Sei Aae werre greeßer,
wäß er doch, hots jo oft geheert,
er wär e Schlimmer, Beeser...

Un er denkt hin un er denkt her,
- es issem nit so ohne -
um d' Nikelos un Weihnachtszeit
scheint's Bravsein sich se lohne!?

Un schun werd aus dem beese Bub
- mer kanns jo fascht nit glawe! -
e liewer, braver kleener Kerl -
Deibche, statt schwarzer Raawe!

Wie dann de Nikelos komme is,
war'in seim Sack kej Rute;
die Mama konnt vun'd Kinner saan
s'wärn brave, liewe, gute!

Do bleibt se winsche nor noch schnell,
dass's ganz Johr Weihnachtszeit wär, gell!
- Doch saat mer mol, der liewe Leit,
hät mer sich dann aach so gefreit?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.12.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory von Bettina Szrama



Ungarn 1594. Voller Hoffnung auf eine glänzende Zukunft, begibt sich die junge Adlige Susanna von Weißenburg an den Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory - Nádasdy. Doch was sie auf Burg Sárvár wirklich erwartet, erweist sich als ein böser Albtraum. Fasziniert von der Pracht des ungarischen Hochadels folgt Susanna Elisabeths falschen Verlockungen. Doch als der Bruder der Gräfin ermordet wird, verurteilt und verstümmelt man Susannas treuen Diener als Mörder. Auf sich selbst gestellt gerät auch sie in ein Netz aus Intrigen und Verrat. Trotz der seltsamen Vorgänge im Schloss, der nächtlichen Todesschreie und Elisabeths zwei Gesichtern, ignoriert Susanna zunächst alle Warnungen, bis sie schließlich der scheinbar grenzenlosen Macht der geistesgestörten Gräfin hilflos ausgeliefert ist. „Immer mehr war ich davon überzeugt, dass von Elisabeths zwei Seiten, die eine nicht wusste, was die andere tat.“

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