Heino Suess

Genesis, Ursprung

Genesis, Ursprung (mit Erkl.*)

Ich chillte unterm Riesenfarn,
als Adam  früh  im Pleistozän*.
Zuvor schwamm ich in kalten Maarn,**
nackt hätt´st  du  mich dort können sehn.

Doch fellbehaart, es  war   noch früh.
Fast  pubertär die Erdentage.
Wohl kurz danach sah Adam sie.
Geklärt war  früh die Schuldenfrage!

Denn  sie  war Schuld  an der Vertreibung.
Verlustig ging das Paradies!
Auf ewig bleibt die Schuldverschreibung:
Der Menschheit geht  es seitdem mies.

Nie Schatten bot  mir Riesenfarn.
War nur ein Staub  im Pleistozän.
Ich zog´s   herbei wohl an den  Haarn.
Und bitt´  dich Schatz, mich zu verstehn:

Am Erdanfang gab´s   schon die Liebe,
in Kleinstformaten sie begann;
erst war ein Treiben, dann die Triebe,
der Mensch gebar Gefühle dann.

Den Anfang kann ich heut noch spüren.
Leihst du den Mund mir tags zum Kuss,
kann mich imUrgrund ganz verlieren,
weil alles liebend enden muss.


©  Heino Suess  (12/12

*= Das Pleistozän (altgr. πλεῖστος pleistos „am meisten“ und καινός kainos „neu“) ist ein Zeitabschnitt in der Erdgeschichte. Es begann vor etwa 2,588 Millionen Jahren und endete um 9.660 ± 40 Jahre v. Chr. mit dem Beginn der Holozän-Serie. (Wiki)

**= Ein Maar (von lateinisch mare n. „die See“, „das Meer“) ist ein schüssel- oder trichterförmiger Vulkan, der in die vorvulkanische Landoberfläche eingesenkt ist und durch Wasserdampfexplosionen beim Zusammentreffen von Wasser und heißem Magma entstand, in den meisten Fällen in einer einzigen Explosionsperiode  (Wiki)

©  Heino Suess  (12/12
 

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