Jürgen Berndt-Lüders

Weihnachten: einst, jetzt und später


Auf dem Küchenstuhl gerichtet
stand der Teller mit den Gaben,
Kaum die Süßigkeit gesichtet
wollte ich sie auch schon haben.
 
Unterm Stuhl lag ein Pullover,
selbstgestrickt, mit langem Arm,
so ein kratziger, so’n doofer,
aber er hielt schließlich warm.
 
Heute schenke ich mir gar nichts,
was ich konsumieren könnt’.
Wie schon länger, denn da war nichts,
was man sich nicht dann schon gönnt,
 
wenn man’s braucht. Die ganze Schose,
der Konsum am Weihnachtstag,
ob die Jacke, ob die Hose,
kauf ich wenn ich’s kaufen mag.
 
Für die Kinder, die ich liebe
mache ich mein Füllhorn auf.
Freuen tät’s mich, wenn’s so bliebe,
doch was ist des Lebens Lauf?
 
Papa ist der Mann für’s Grobe,
Papa weiß bei Allem Rat,
Papa reicht es, wenn ich lobe,
wenn er Nützliches mir tat.
 
Irgendwann braucht Papa Kinder,
irgendwann kann er nicht mehr,
was er heut’ noch kann. Gelinder,
fällt ihm alles viel zu schwer.
 
Irgendwann, an Heilig Abend
ist der Papa dann allein,
sich nicht freuend, sich nicht labend,
...glaub’ mir, so wird es wohl sein.
 
 
 
 
 
 
 

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