Heidi Schmitt-Lermann

WARTEN AUF'S CHRISTKIND

       


 





Mit gar mitleidsvollem Blick
schaut das Kind zum Fenster raus.
Was hat es doch für ein großes Glück,
denn warm ist‘s hier im Winterhaus.
 
All die Vögel müssen frieren.
Draußen hier im kalten Schnee.
Im warmen Stübchen nichts riskieren,
muss sie, wie doch Has und Reh.
 
Bald schon flackern tausend Kerzen,
am hohen Baume strahlend fein.
Umarmen mich die Eltern, herzen
im weihnachtlichen Lichterschein.
 
Es tönen wundervolle Lieder,
hier durch unser Weihnachtszimmer.
Ja und alle Jahre wieder
wird d’rauf das Warten immer schlimmer.
 
So schaut sie lang den Vöglein zu.
Das Füttern sie jetzt gut bewacht.
Dann kommt die Dämmerung im Nu.
Herniedersinkt die heilige Nacht.
  

 

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