Wally Schmidt

Hoffnung ist ein grosses Wort

 

 

 

Hoffnung ist ein grosses Wort,

man fühlt sie auch an jedem Ort.

Der Mensch, der kennt sich damit aus,

sie gibt es stets in jedem Haus.

Du weisst ja sicher was ich meine,

mal ist sie gross, mal ist's 'ne kleine.

So manche Hoffnung ist zerronnen,

noch eh' sie überhaupt begonnen.

 

Ich hoffte, dass die kleine Schwester,

noch leben würde an Silvester.

Nun liegt sie in der Erde Schoss,

die Hoffnung, sie war viel zu gross.

Sie zählte vierundsechzig Jahre,

verlor zuletzt noch alle Haare.

Für mich da war sie stets die Kleine,

Was übrig bleibt ist, dass ich weine.

 

Die Hoffnung, die ist so verschieden,

für viele Menschen ist's der Frieden,

und mancher hofft auf schönes Wetter,

oder auf den grossen Lottoretter.

Wer liebt, der hofft, dass es auch hält,

der Arme möchte etwas Geld.

 

Soldaten die in Feindesland,

sie alle haben längst erkannt,

was soll das ganze Schiessen, Fechten,

sie einfach nur nach Hause möchten.

Die Hoffnung oft erstickt im Warten,

der nächste Einsatz wird bald starten.

 

Wenn Winter tobt ganz wild um's Haus,

dann rufen alle Menschen aus:

Ach wär' das alles doch vorbei,

doch ich weiss, es wird bald Mai“!

Denn diese Hoffnung wird gestillt,

weil sie den Kalender füllt.

Doch dann hoffen Reich undArm,

dass der Sommer wird so richtig warm.

 

So geht das Hoffen immer weiter,

auf der langen Lebensleiter.

Für mich nur eine Hoffnung zählt,

egal was jeder and're wählt,

dass die Familie ist gesund,

dann gibt’s für's Jammern keinen Grund.

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.01.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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