FRÜHLING WARTET NOCH

Die roten Tannen des Winters
verglühen in den Ascheneimern
und brennen und brennen
auf der Haut des Vereins

Wir werden ihn schon austreiben
sagten sie am Morgen
und am Mittag und am Abend
schwiegen sie die ganze Nacht

Wir werden ihn schon austreiben
hatten sie gesagt mit Masken
und Schreien und Musik
So kann der Frühling kommen

Doch eh der Frühling kommt
schneits und regnets und frierts
und manche Alten sterben prompt
den Tod der lange schon wartet

Der Frühling lässt sich Zeit
ist noch lange nicht bereit
wartet bis der Winter zerplatzt
das man frohgemut wenn er endlich da

Aachen, 2004-01-07







****************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen

Jahreszeiten, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle

© 2004 MANFRED H. FREUDE


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.01.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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