DER LAUTE REGEN

Wenn vor dem Haus der laute Regen
an die schwachen Bäume klopft
und füllt die leeren Nester derer
die längst schon fortgezogen zum Süden hin

Wenn auf der Straße in der kleinen Pfütze
in der sich dunkelgrau der Himmel spiegelt
und die verloren träumt sie wäre ein See
und jeder Tropfen weckt sie aus dem Schlaf

Wenn von den Dächern stürzen Bäche
und fallen in die großen Rinnen
und tarnen sich zwischen den Häusern
um fortan in diese Erde zu versickern

Wenn draußen auf den weiten Fluren
den nassen Feldern voll Morast
und auf den Höhen wo das Moor sich bildet
aus Eimern Kübeln leert die Last

Dann weiß man was es heißt der Regen
der dauernd füllt den Bach den Fluss
wenn er von oben bringt den Segen
und füllt den Teich mit einem Guss

Dann freut man sich des lauten Nass
wenn es noch füllt die Scheune das Fass
und geht dem Schauer froh entgegen
und aus dem See steigt neuer Regen




Aachen, 2004-01-23




****************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen

Natur, Jahreszeiten, Besinnliches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
© 2004 MANFRED H. FREUDE

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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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