Paul H. Jansen

Der Vergnügungsmeister


Ich bin Vergnügungsmeister in einer kleinen Stadt
und dort für jeden da, der nichts zu lachen hat.
Sie möchten wissen wie das funktioniert?
Unter uns gesagt; ich bin neu in diesem Amt,
um ehrlich zu sein, ich hab es noch gar nicht ausprobiert.
Nicht nur über jeden Blödsinn, auch über ernsteres
habe ich immer schon gelacht,
dass hat mich in dieses Amt gebracht.
Hofnarr ist mein Urgroßvater schon gewesen,
das waren Zeiten,
da gab es Frauen, die ritten noch auf dem Besen.
Die sind zum Glück nun eingegliedert,
wurden quasi unters Volk gemischt –
nicht zu beneiden ist der, der eine davon erwischt.
Mein Amtskollege ist der Bürgermeister,
den haben mir die Bürger zugeschanzt,
denn sein Verhalten wurde immer dreister.
Sagt der tatsächlich:
euch wird das lachen noch vergehen, der kommt mir gerade recht,
der wird mein Gesellen Stück, die Krönung meines Praktikums,
wenn der Erfolg mich nicht verlässt, werd ich meine Probezeit
zu meines Chefs Zufriedenheit guten Gewissens überstehen.
Im stillen so denke ich, werde ich vielleicht sogar als Held gesehen.
Trotz alledem, mein Berufsstand hat es schwer,
denn lachen kennt doch heutzutage keiner mehr.
Einige gibt es, die sich eins ins Fäustchen lachen,
ich frage direkt, was soll ich mit denen machen?
Die das lachen in geballter Hand verstecken,
aus meiner Sicht ist das ein literarisches Verbrechen.
Das löst nicht zuletzt entsetzen aus,
ein Unding die zivilisierte Gesellschaft so zu erschrecken.
Ebenso unverschämt grinst einer den anderen an, es gibt noch kein
Gesetz das diese moralische Entgleisung dadurch verboten werden kann.
Nein ich habe es nicht leicht, wenn das so weitergeht vergeht jedem das
lachen mit der Zeit. Jeder freut sich wenn die Sonne lacht, doch wie die
Zukunft deutet werden die Weichen so gestellt, dass es nur noch regnet,
donnert und kracht. Wie das Männlein im Walde stehe ich dann alleine
da, dass wäre traurig, hoffentlich wird meine Prognose nicht wahr.
Lachen, sagt auch der Arzt – das ist Gesund, darum lache ich solange
es geht, auch ohne Grund. Ha ha ha ha . . . .

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Paul H. Jansen).
Der Beitrag wurde von Paul H. Jansen auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.02.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Paul H. Jansen als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Die Töchter der Elemente: Teil 1 - Der Aufbruch von Christiane Mielck-Retzdorff



Der Fantasie-Roman „Die Töchter der Elemente“ handelt von den Erlebnissen der vier jungen Magierinnen auf einer fernen Planetin. Die jungen Frauen müssen sich nach Jahren der Isolation zwischen den menschenähnlichen Mapas und anderen Wesen erst zurecht finden. Doch das Böse greift nach ihnen und ihren neuen Freunden. Sie müssen ihre Kräfte bündeln, um das Böse zu vertreiben. Das wird ein Abenteuer voller Gefahren, Herausforderungen und verwirrten Gefühlen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Allgemein" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Paul H. Jansen

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

So ein Schwein von Paul H. Jansen (Allgemein)
Dort hinter dem Deich von Helga Sievert (Allgemein)
Glücklichsein von Uwe Walter (Das Leben)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen