Edward Suvega

Wichsdrossel



Wer von euch Schweinchen, Heuchlern,
hat’s noch nie getan?,
Wer übte nicht schon mal am eignen Schwanz?,
Wer von euch ist frei von Schuld?,
Wer hat sich nicht schon mal schamhaft befleckt,
den Dolch ins Laken gesteckt,
Wer lebte fromm und keusch in Gottes Huld?,
 
 
Jeder ist ein Wichser von uns,
das ist so!,
Jeder machte’s sich schon einmal selbst,
jeder ist ein Wichser, Baby,
echt, kein Witz,
und hat sich nackte (heiße) Weiber vorgestellt,
und hat mächtig darauf abgespritzt!,
 
 
Jeder hat doch heimlich schon die Fleischpeitsche gekeult,
jede spielte an der „Pflaume“ rum,
natürlich hat man sich vor Gott, der Welt geschämt, wenn ausgebeult,
die Hose dann voll Flecken untenrum,
 
 
Jeder ist ein Wichser, Alter,
so ist das,
das ist, wie es beim Menschen läuft,
Jeder ist ein Wichser, Baby,
das ist normal, auch wenn ihr euch sträubt,
(es zu seh’n!),
Spritz ab!,
 
Wir alle!,
Wir alle!,
 
Jeder ist’ne Wichsdrossel,
das ist gesund und tat dem Körper wohl,
Jeder ist’n Wichser, Alter,
(und) das ist gut (so),
Drum mach es dir – „komm“, lass es zu,
 
Oh, geil!,
Du! Oh, geil!,
Affengeil!!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.02.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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