Wally Schmidt

Bin halt ein Stier und kann's nicht ändern

 

 

Ihr lieben Leut', ich bin ein Stier,

ich hoffe, ihr mögt mich trotzdem leiden.

Zuhause hab' ich mein Revier,

und nicht da draussen auf den Weiden.

Ich muss mein Futter selber machen,

und koche es in einem Topf.

Ich mache immer schöne Sachen,

hab' auch keinen dicken Kopf,

wie man so sagt von einem Stier,

renn' auch nicht durch die Wand,

das ist nicht recht, so glaubt es mir,

ihr habt's hoffentlich erkannt.

 

Die Stiere mit und ohne Brillen,

sie bringen alles bis zum Ende,

sie haben einen starken Willen,

und auch sehr starke Hände.

 

Ich Stier mag Kunst und frohen Sinn,

setz mich für Menschen ein.

Es gibt vielleicht da wo ich bin,

auch mal ein Kotelett vom Schwein,

denn alle Stiere sind Geniesser,

sind fest verbunden mit der Erde,

doch sie verachten alle Spiesser,

besonders in 'ner grossen Herde.

 

Doch der Stier, der sieht stets rot,

und kriegt auch richtig Wut,

wenn man ihm mit dem Finger droht,

oder man ihm Unrecht tut.

Sonst zieht der Stier die Hörner ein,

hat Rache nie vermisst,

er lässt den ander'n Menschen sein,

genau so wie er ist.

 

Ich Stier, halt stets was ich verspreche,

red' um Wahrheit nicht drumrum,

mal ist's 'ne liebe, mal ist's 'ne freche,

bitte nehmt mir das nicht krumm.

Ich kann Böses schnell verzeih'n,

das Ganze lohnt sich nicht,

denn böse Menschen sind gemein,

und sie verlieren ihr Gesicht.

 

Darum sehet meine Lieben,

der Stier ist gar nicht wild,

ist auch nicht böse und durchtrieben,

ihr habt ein falsches Bild.

Er möchte euer Freund stets sein,

das ist bestimmt kein Witz,

dann zieht er seine Hörner ein,

doch Achtung, die sind spitz!

 

 

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