Heidi Schmitt-Lermann

GESANG DER SIRENEN

 

 

 

 

 

 

So war es schon immer in alten Zeiten,

da man’s gern mythologisch ausdrückt.

Stimmen, die Menschen dort begleiten,

auf Schiffen, die machten sie verrückt.

 

Mit ihrem unglaublichem Gesang,

überrollte die Sehnsucht sie tief.

Ein Verlangen brachte den Drang.

Doch unbeirrt die Stimme rief.

 

Faiakes war die Insel im Meer,

wo das Phänomen sichtbar auftrat.

Sirene, die schön und reizvoll sehr,

doch die Männer verschlungen hat.

 

Selbst Odysseus ließ sich dann am Mast,

anbinden fest mit stoischem Trutz.

Überirdisch klang ihm das jetzt fast,

dass er froh war für diesen Schutz.

 

Daheim ist hier die Wassernymphe,

Eiseskälte beherrscht dort ihr Reich.

Tödlich zog sie Menschen in Sümpfe.

Deren Schicksal war ihr doch gleich.

 

Die Erklärung ist einfach und schlicht,

welche Männer bringt in ihr Grab.

Der eine traue dem anderen nicht.

Das ewig Weibliche zog sie hinab.

 

(Gilt nur für Faust, 1.Teil mit Gretchen.

Im 2. Teil zieht das ewig Weibliche hinan)

 

(Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird's Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist's getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.) 

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Die Autorin, geboren 1960, wohnt im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen/Hessen/Rheinland-Pfalz. Erst spät hat sie ihr Talent zum Dichten entdeckt und ihre Gedanken und Erfahrungen zusammengetragen. So entstand eine Gedichtsammlung, an der die Autorin gerne andere Menschen teilhaben lassen möchte, und daher wurde der vorliegende Band zusammengestellt.

Das Leben ist zu kurz, um es mit Nichtigkeiten zu vergeuden oder um sich über die Schlechtigkeit der Welt allzu viele Gedanken zu machen. Wichtig ist, dass man sich selbst nicht vergiften lässt und so lebt, dass man jederzeit in den Spiegel schauen kann.

In diesem Sinn denkt die Autorin über Natur, Naturereignisse und ihre Lebenserfahrungen nach. Dem Leser wünscht sie eine positive Lebens-einstellung, viele gute Gedanken und Freude an der Lektüre.

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