Manfred H. Freude

Der Kunstkreis / der Künstler DER KUNSTKREIS DER KÜNSTLER

Der Kunstkreis / der Künstler

Die Zeit sie drängt, die Frage nagt,
immer wenn der Kunstkreis tagt.
Was liegt an? Was wird getan?
Wie ist für heute denn der Plan?

Geben wir, das ist der Traum
einem Künstler etwas Raum.
Fragen in des Geistes Dunst.
Wie verteilen wir die Gunst?

Formulieren wir den Satz:
Ist in den Räumen dafür Platz?
Können wir bei all den Mengen,
Legen, stellen oder hängen?

Klärt durch Lösung sich die Lage,
stellt sich sofort die nächste Frage!
Hohe Kunst, betrübte Mine;
es überschneiden sich Termine.

Und die Zeit wird nicht mehr reichen,
da müssen wir zusammenstreichen.
Bleibt zwischendurch zu fragen:
„Sollen wir noch mal vertagen?“

Fragen kommen immer mehr,
doch die Lösung ist halt schwer!
Und wie schwer man es auch nimmt
ist geklärt, wird abgestimmt.

So wird der Kunstkreis es halt richten,
Er übernimmt die großen Pflichten.
Ob alles geht mit rechten Dingen
und die Ausstellungen gelingen.

Darauf das die Kunst erblüht,
hat der Kunstkreis sich bemüht.
Ist die Kunst auch stets in Not,
Alles sitzt in einem Boot!



In des Volkes hoher Gunst,
steht seit eh und je die Kunst.
Bilder die an Wänden hängen,
regen an zu Lobgesängen.

Hängt den Künstler mehr nach oben,
jeder will den Meister loben.
Ob man denn den Sinn erkennt,
oder gar den Titel nennt.

Ist der Künstler denn bekannt,
hängt sein Bild an jeder Wand?
Kann das Bild dir etwas zeigen,
oder wirst du besser schweigen?

Manchmal macht es keinen Sinn,
fragt man sich, woher, wohin.
Ist das Bild zu groß, zu breit?
Tut es um die Farbe leid?

So hat die Kunst für jeden ´was;
Das Drumherum macht auch schon Spaß!
Wenn die Bilder füllen Wände,
und Literaten Künstlerbände.

Dann erreicht die Kunst die Welt,
und die Fährte die sich stellt,
Dann erfüllt des Künstlers Traum,
sein Objekt im großen Raum.

Wenn erst die Museen locken,
wenn die Farbe noch nicht trocken.
Zeigt der Künstler sein Entzücken,
und kann seine Muse drücken.

Es bleibt nur noch abzuwarten,
Zeit sein Bild mal selbst betrachten.
Sich in der Welt nun umzusehen,
andere Künstler zu verstehen.

Doch nun ist man erst vordem bekannt,
ein neuer Stil muss an die Wand.
Eine Idee muss eben her,
alle Kunst ist nämlich schwer.






****************************** Autoreninfo ***************************
Manfred Hubert Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen (NRW)
Kunst-, Musik- und Lyrik, diverse Gedichte (auch in Mundart Aachener Platt)

Aachen, 2003
© 2003 Manfred H. FREUDE

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.02.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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