Irene Beddies

Der Hühnerdieb



Der Hühnerdieb
 
Der Fuchs, ein arger Bösewicht,
wollt länger heute warten nicht
und macht bei Tag sich auf zum Stalle,
wo sich die Hühner laben alle
an Körnern und Salaten fein.
Er denkt: „wie komm ich da hinein,
ohn‘ dass die Menschen etwas merken?
Wie kann ich mich so weit erstärken,
um einzubrechen ins Gehege?“
Da sah er liegen eine Säge
mit vielen scharfen Zähnen dran.
Er nahm die Säge, setzt sie an.
 
Zu sägen sich ein Loch im Zaun,
das konnte er sich wohl zutraun.
Ritsch – ratsch, so fuhr sie in die Latten,
die Hühner wichen in den Schatten,
sie schlotterten vor Todesgrauen,
nur noch dem Hahn war zu vertrauen.
Der hob gleich an ein groß Geschrei
Und lockte so den Hund herbei.
 
Als Wuff den Dieb am Zaun erkannt,
kam er in Eile angerannt
und biss dem Fuchs ins Hinterteil.
Sein Herr kam an mit einem Beil.
Der Fuchs die Säg’ hat fahren lassen 
und sich zu Fersengeld  bequemt,
Versteck gesucht in engen Gassen,
sonst wär er tot oder gelähmt.
 
Was lernest du aus der Geschicht?
Sei immer gut, kein Bösewicht!
 
 
© I. Beddies


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