Natalja Bezman

Der Zyklus

Der Anfang nimmt seinen Lauf.
Hass und Liebe,
Hoffnung und Verzweiflung
verschmelzen miteinander und werden Eins.
 
Im Stillen des unendlichen Nichts
vollzieht sich die Mitose.
Am Höhepunkt der Reifung
erhallt der Urknall.
 
Drei ungleiche Elemente –
Körper, Seele und Geist
erblicken das Licht der Welt.
 
Das Fleisch ergreift die Macht,
mit der Materie ein Bündnis bildend,
und zieht mit seinen Wurzeln
die schwachen Elemente mit sich,
an den Grund des Moors,
getränkt mit Eingeweide.
 
Voller Optimismus,
die Versklavung erreicht zu haben,
erlebt der Körper eine Wende
und hält inne
beim Anblick, der sich ihm bietet.
 
Die Seele, die sich mit ihrem Schicksal
nicht abzufinden vermag,
saugt sich gierig an der Quelle der Gefühle fest,
sich von ihrem süßen Nektar stärkend,
während der Geist, zum Sprung bereit,
sich vor dem großen See des Wissens beugt.
 
Im Augenblick der Fleisches Stärke
hat sich des Geistes und der Seelenkraft verdoppelt.
Aus dem Moment der Unachtsamkeit erwacht,
erkennt das Fleisch seine Niederlage.
 
Von eisernen Ketten befreit,
erreichen Seele und Geist ihre Vollkommenheit,
während der Körper sich selbst,
durch die Erkenntnis seines sinnlosen Daseins, zerstört.
 
Da jedoch nicht das vollkommen Sein,
sondern das Streben danach,
der Beweggrund für die Existenz ist,
nimmt der Anfang seinen Lauf.

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