(meine) Eltern

Sie sind
das wichtigste
für ein Kind
liebevoll
erzogen;
Manieren
beigebracht;
in der Not
für einen da
gewesen;
zur Seite
gestanden,
egal
was war.

Wer hat
oder hatte
solche Eltern?
Wie viele Eltern
können ihren
Kindern
beibringen,
was ihnen selbst
nie
anerzogen
wurde?

Doch eigentlich
beschäftigt
mich das kaum,
auch wenn
die Beobachtung
von Mangel
an Erziehung
erschreckend
ist.
Viel mehr
sehe ich,
dass es
für Eltern
auch nicht
leicht
ist.

Ich wurde gut
erzogen,
aufrichtig,
ehrlich,
treu,
zuvorkommend,
schlichtweg höflich
vor allem
gewaltfrei.

Wie man daraus
lesen kann
klingt
es sehr
autoritär.
Sicher
das war´s auch.
Teils tackt-
und gefühllos.
Psychologisch
statt liebevoll.
Ich kann mich
nur an eine
Umarmung
erinnern
und beinah
hätte ich geweint.
Aber wegen
der Umarmung
nicht
aus der Situation
für die ich sie
bekam.

Ich wurde gut
erzogen,
aber
mit wenig
Aufmerksamkeit
und Zuneigung.

Ich laste
es niemandem
an.
Sie hatten
es selbst
nicht
leicht
und wenig
Zuneigung.
Wahrscheinlich
hatte
ich mit
meiner Jugend
glück.


Glück
so weit
verständnisvolle
Eltern
zu haben,
dass sie meine
Homosexualität
tolerieren
und sich
manchmal
sorgen.

Glück
Zeit
für mich
gehabt
zu haben,
um Zärtlichkeit
in mir
zu finden.

Ich habe
gelernt
meinen
Weg
zu gehen
mit Logik,
Gefühl
und dem,
was mir
vermittelt
wurde.

Das Einzige,
was schmerzt
ist die Tatsache
zu wissen,
dass ich
meine Eltern
respektiere
sie jedoch
weder
Heut
noch morgen
lieben
werde
und solch
ein Gefühl
für sie
noch nie
empfunden
habe
solange ich
denken
kann.

Dieses Gedicht entstand am 30.Januar.2004Thomas Ammer, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.02.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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